BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

13.08, Auf in den Taunus

13.08.
Das Geräusch von Regen auf dem Dach kann beruhigend sein - es kann aber auch unangenehme Ideen wach rufen - zum Beispiel die, das ich gleich durch eben diesen regen mit dem Rad meinen Weg fortsetzen werde.
Der Montag Morgen ist in Luxemburg bewölkt und nass. Die Wettervorhersage verspricht das die Regen zum frühen Mittag hin abklingen werden, auf meinem Weg werde ich heute aber immer wieder mit Nass von oben rechnen müssen.
Morgen Abend will ich bei einer Freundin im Taunus angekommen sein, also bleibt keine große Wahl.
Die Sachen gepackt und ans Rad geschnallt - heut kommt mir alles irgendwie schwerer vor als sonst.

Wolken über Luxemburg


Am Frühstückstisch finde ich noch ein paar Leute die von der Nacht übrig geblieben sind - Mailadressen erfragt um die Bilder des Workshops an die Menschen weiter zu leiten an die sich die Teilnehmer wenden werden um die Bilder zu bekommen.
Es gab noch ein paar andere Lebensformen von denen ich mich verabschieden konnte aber der Großteil war nach einer langen Nacht erst jetzt in die Betten gegangen.
Zu beginn der Fahrt ging es erst mal den Berg hoch - war ja klar! Aber ab da hin ging es nur bergab und bis zur Luxemburgischen Grenze schön flach am der Süre entlang. Hier, wie auch in Belgien gibt es viele Radwege und als Radfahrer hat man Vorfahrt. Es ist für jemanden der deutsche Verhältnisse gewohnt ist schon sehr irritierend wenn an Einmündungen und in ähnlichen Situationen ständig Autos auf einen warten. Man gewöhnt sich aber schnell daran - wahrscheinlich kommt an der deutschen Grenze das böse Erwachen auf mich zu.

Die alte Grenzstation bei Ralingen


Bei Ralingen überquerte ich den Fluss und die Grenze - und ab da ging’s dann auch bergauf. zwischen mir und meinem Ziel hat irgendjemand die Eifel hin geworfen, und die will jetzt überquert werden.
Mit mir am Berg will nicht so recht der Rausch der Geschwindigkeit aufkommen. Knapp eineinhalb Stunden dauert der Aufstieg auf 350 Meter. Immer schön am Rand einer Landstraße der nach ein paar Hundert Metern der Bürgersteig verloren ging. Genau so hatte ich mir meine Weg vorsgestellt. Zum Glück ist die Silhouette meines Gefährts so gewaltig das man es einfach wahr nehmen muss. Auf der Höhe angekommen bewegte ich mich auf einem mehr oder minder windigen Hochplateau mit lustigen Hügeln zu meiner Unterhaltung.

ein Orca im Wind

Am Asberg hatte sich Google bei der Routenführung ein Schmankerl überlegt - es gab keinen Weg mehr. Der hatte sich irgendwann in ein Gemüsefeld mit Hochsitz verwandelt - alles gut umzäunt, damit auch ja keine Porreestange ausreissen kann.
Ein Blick in die Karten zeigte mir das es ein paar hundert Meter weiter eine parallele Abzweigung gibt die auf meinen Weg führt - guten Mutes hin geradelt und keinen Weg gefunden. Nur einen Kante zwischen zwei Feldern wo anscheinend vor Kurzem ein Fahrzeug her gerollt ist. Sollte das mein Weg sein???
Mangels attraktiver Ausweich-Alternativen schob ich mit dem Rad zwischen den Feldern Richtung Wald. Tatsächlich mündete die Strecke auf einen Waldweg - allerdings auf einen der bestimmt schon sei Jahren nicht mehr genutzt wurde. Nur ein schmaler Trampelpfad war zwischen Laub und Aststücken zu erkennen. Ich lasse das Rad an einen Baum gelehnt stehen und laufe die Spur mit dem Navi ab. Der Pfad mündet auf eine Kreuzung die hier auch tatsächlich sein soll. Von hier aus führt ein nicht wesentlich häufiger genutzter Weg in dem Verlauf weiter wie ich ihn auch auf meiner Route nehmen soll. Ich wuchte den Orca über die Äste den Trampelpfad entlang. Ab der Kreuzung geht es bergab. Das Geröll auf dem Weg ist so grob das das Rad sich da nicht fahren lässt - aber ich kann mich rollen lassen.

Googels Liebe zu Trampelpfaden...

Von Verzweigung zu Verzweigung werden die Wege besser befahrbar bis ich nach vier Kilometern auf einen regulären Wirtschaftsweg gerate der in einer langen Gefällestrecke (natürlich mit Schlamm und reichlich lockerem Schotter) aus dem Wald heraus führt. Mit Ehrang erreiche ich einen Außenposten der Eifel-Zivilisation mit Edeka - endlich Nahrung bunkern.
Da ich heute später los gekommen bin als ich vor hatte werde ich fahren so lange das Tageslicht mit spielt. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf - es beginnt zu regnen. Mal mehr, mal weniger - es sollte ja so kommen.

Regenbogen - Entschädigung für doofes Wetter


In der Nähe von Neuerburg wurde es dämmrig - An einem Waldrand fand ich ein flaches Stück fürs Zelt, Taschen rein und mich dazu. Heute gibt es Käsebrote. Der große Klassiker: passt gut in die Tupperdose und hat sich in den vergangenen Tagen bei allen Temperaturen bewährt. Während ich Esse grunzt jemand draußen vor dem Eingang - ich bin hier nicht allein. Während ich mir trockene Wäsche anziehe und in meinen Schlafsack krieche schnüffelt jemand an meinem Zelt. Mal sehen wer mich noch heute Nacht besucht…