BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

Ab nach Hause

Unser Rückflug sollte kurz nach Zwei gehen - genug Zeit für einen entspannten Start in den Tag. Oder zum Beispiel um seinen Koffer zu packen. Meiner zeigt aktuell leichte Tendenzn zu Übergewicht und Schließ-Unwilligkeit. Die Situation ließ sich dann aber doch mit einem ausgeklügeltem Pack-Schema und einem Hosengürtel lösen.

Unser letztes Frühstück mit den köstlichen Sachen vom Drei Kulturen Buffet - ich habe mich in der Woche sehr daran gewöhnt.

Wir durften unser Gepäck bis zu unserer Abreise im Hotelzimmer lassen und nutzen die verbleibende Zeit um noch ein mal zum Creek zu fahren. Dubai hat uns um diesen Meeresarm herum am besten gefallen. Eva konnte sich das letzte mal mit der Textil-Mafia über Schals unterhalten - ich glaube, sie ist letztlich mit fünf davon nach Hause geflogen.

Eva und die Schal-Mafia - toller Stoff! Kann man mit der Hand Waschen und mit der Maschine - sogar Trockner - echt Kaschmere ;-)

Wir wollten noch mal mit dem Wassertaxi fahren - inzwischen sind wir regelrechte Profis darin. Da wurde uns ein neues Abzock-Modell präsentiert: 'die exklusive Rundfahrt mit dem Wassertaxi'. Ein geschäftstüchtiger Mensch hatte in uns das nach touristischer Romantik dürstete Paar etndeckt und offerierte uns einen halbe Stunde Wassertaxi Fahren für den Sonderpreis von 250 Dirham. Unsere Beteuerungen, das wir nur auf die andere Seite des Flusses wollten hatten keinen Wert - wir waren DIE Besetzung für die Rundfahrt. Wir zeigten uns desinteressiert, was den Preis schrittweise auf 30 Dirham sinken ließ. Letztlich verzichteten wir auf die exklusive Verlockung und schaukelten für 1 Dirham pro Nase rüber auf die andere Seite des Creek. Bei dieser Fahrt sieht man eigentlich alles Wichtige was es vom Creek aus zu sehen gibt. Mir gefällt besonders die Lebendigkeit auf dem Wasser - alles was schwimmen kann ist auf dem Wasser scheinbar planlos und todessüchtig unterwegs - ein buntes, lebendiges Durcheinander.

Ich glaube, der Granatapfelsaft im Café auf der anderen Seite hat uns zeitlich in die Bedruille gebracht - oder war's die Metro ab Baniyas Square die uns mit quälend vielen Halts in die Nähe unseres Hotels brachte? Schnell zum Hotel gestürmt und das Gepäck geschnappt - ein Taxi gechartert und zum Flughafen gebraust - oder was man sich unter Brausen so vorstellt. Die Straßen Richtung Flughafen waren verstopft und unser Taxifahrer gab alles ohne das wir ihn danach gefragt hatten. Besonders beeindruckend fand ich auf dieser Fahrt die diagonalen Wechsel von einer Seite der sechsspurigen Autobahn zur Anderen. Wirklich schneller waren wir dadurch nicht...

Am Flughafen angekommen stellte sich dann heraus das das Kredikarten-Terminal im Taxi kaputt war. Dirhams gab's keine mehr - glücklicherweise akzeptierte unser Taxifahrer auch Euro. Ich bin mir sicher das das ein Trick war um den Fahrpreis nach oben zu korrigieren aber wir wollten nur noch so schnell wie möglich zum Checkin-Schalter.

'oh, sie sind aber spät - ob wir sie da noch mit nehmen können...?' stellte man dort fest - der Mensch am Schalter versuchte mit dem Terminal zu telefonieren ob das bei uns noch Sinn macht - es war erst nach zehn Minuten möglich eine Verbindung da hin zu bekommen. Vielleicht war das unser Glück, denn als er die Wartezeit erwähnte wurden unsere Koffer eingecheckt - zusammen waren unsere Gepäckstücke haarscharf bei 40 Kilo, dem zulässigen Gesamtgewicht.

Wir wurden ermahnt gaaanz schnell durch die Secutity zum Terminal zu Laufen da unser Flug bereits beim Boarden war. Das wir es eilig hatten hat die Leute bei der Secutity nicht weiter gestört. Als ich ohne Metallteile und Schuhe durch den Dedektor ging alarmierte das Teil - sehr hartnäckig, immer wieder - das Implantat in meinem linken Arm war wohl das Problem - anscheinend kann so ein Gerät dann doch Titan finden. Man entschied sich das ich genau der richtige Kandidat für einen Test auf Sprengstoffe sei. Wir sahen vor unserem geistigen Auge schon unseren Flieger abheben während ein wichtig aussehender Mensch mit Testpapier an mir herum wischte um es dann in ein Testgerät zu packen. Wenig überraschend war ich dann doch Sprengstoff-frei und wir hasteten weiter durch ein schier unendlich langes Terminalgebäude in dem viele Boutiken und Bistros dafür sorgten das zahllose Menschen die es nicht so eilig hatten wie wir nach Kräften im Weg herum torkelten - es hatte etwas von einem Jump-and-Run Game, den Hindernislauf zu absolvieren. Als wir an unserem Terminal ankamen - natürlich dem Allerletzten in dem Bau -  wurde unser Bereich gerade eingecheckt - na, wenn das kein Timing ist...

Dieses mal saßen wir ganz hinten im Flugzeug - ich hatte einen Fensterplatz der einem mehr bietet als den Blick auf die Tragflächen. Beim Start gab's noch mal einen kurzen Blick auf den Flughafen und Dubai - dann verschwand alles unter der Wolkendecke.

Ob es jetzt an unserer Sitzposition lag oder an den hefigen Böen beim Start - das Flugzeug wackelte ganz ordentlich. Während des Flug haben wir jede Korrektur-Bewegung überdeutlich gespürt - es hatte etwas von Achterbahn. Auf unserem Weg nach Düsseldorf gab es streckenweise klare Sicht auf Gebirgslandschaften, vermutlich im Iran. Das Schattenspiel von Schnee und Bergen war faszinierender als das Entertainment in der SItzlehne vor mir.

Die Landung in Düsseldorf kam schneller als ich sie erwartet hätte - aus Prinzip mit lautem Rumpeln und Zick-Zack-Gelenke auf dem Rollfeld. Sonntag abends um halb acht bietet der Düsseldorfer Flughafen einen eher verlassenen Eindruck - und scheint deutlich überlastet das Gepäckaufkommen einer voll beladenen A380 zu bewältigen - wir haben erst mal entspannt ne Stunde auf unser Gepäck gewartet. Als es dann kam waren bei meinem Koffer zwei Rollen abgerissen - das war wohl seine letzte Reise. Kalter Wind und Regen begrüsste uns - es ist schön wieder in dem dunklen, kalten Land zu sein das wir unsere Heimat nennen.