BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

Happy Cycling is Save Cycling - oder wie es mich zum Naked Bike-Run verschlug

Dieses Jahr soll es in den Harz gehen - Amsterdam liegt da ja geradezu auf dem direkten Weg. Das ist geradezu DIE Gelegenheit am Naked Bike Run teil zu nehmen.

Der Ursprung dieser Wahnsinnstat lag in einem leichtsinnigen Schriftwechsel mit meinem Freund Marcel aus Amsterdam, der mir von der jährlich stattfindenden Demonstration schrieb und meinte, das das doch wa für uns beide zum Mitmachen sei. Ohne weiter Nachzudenken habe ich dieser Idee zugestimmt und kam fortan nicht mehr aus der Nummer raus.

Mit Beginn der Reiseperiode rollte ich also mit meinem alten Killerwal mit einem Zwischenstop in Arnheim nach Amsterdam.

Das Optima Orca bei einer kleinen Pause auf dem Weg nach Amsterdam

Das Wetter war eher feucht und kühl und ich fragte mich schon auf dem Weg in die Stadt ob das mit der Teilname an einem Ausflug, nackt auf einem Fahrrad so eine gut Idee war. Der Gedanke hielt sich dann auch bis zum Samstag, den 1.7., dem Tag an dem es stattfinden sollte. Marcel und ich spachen einander regelmäßig Mut zu unserem Unternehmen zu - es schwang aber auch so eine Art Unterton mit das man es eigentlich auf hätte abblasen können. Aber keiner von uns beiden gab sich die Blöße und so kam es so wie es kommen sollte - wir fanden uns bei bewölktem Himmel zusammen mit André, Marcels Mann, noch angezogen am Startpunkt der Demo, dem Park Frankendael ein.

Es half nichts - wir mussten unsere Sachen ausziehen und uns von André noch ein bisschen mit Körperfarbe dekorieren lassen. Dann ging es los! Etwa 80 andere Mitfahrer radelten unbekleidet, oder weitgehend unbekleidet für zwei Stunden durch die Amsterdamer Innenstadt.

Wir konnten uns während der Veranstaltung nicht den Eindruck verdrängen das nichtt bei allen mitgliedern der Veranstaltung die eigentlche politische Botschaft, 'Gebt uns sichrere Radwege, denn wir haben den Gafahren des Autoverkehrs nichts entgegen zu setzen als unseren nackten Körper', nicht wirklich der Grund für die Teilname war.

Es war doch mehrheitlich eher eine Demonstration von überzeugten Nudisten die die seltene Gelegenheit nutzten um sich der Amsterdamer Bevölkerung zu präsentieren:

Der World naked Bike Ride in AMsterdam - eine Demo für sichere Radwege, das Recht auf Nacktheit oder auch auf das Recht, so auszusehen wie man will...

Es gab verhältnismäßig viele Männer auf der Demo - nur vier Frauen haben sich mit uns auf den Weg gemacht. Trotz meiner Zweifel an der Absicht einiger Teilnehmer wurde bei den vier Stops auf dem Weg die verstörte Bevölkerung in Gespräche über den Sinn der Demo verwicklet und die Aktion positiv aufgenommen.

Wir hatten auf dem Ride eine Begegnung mit einem Studenten aus Tokio der zusammen mit einem Beaknnten auf dme Weg durch Europa in die Veranstaltung geraten war. Sie waren beide auf Leihrädern unterwegs. Sein Freund fuhr anfangs angezogen mit dem Tross, wurde aber während der ersten Etappe von einem Engländer in der Demo über den Sinn und die Notwendigkeit der Nacktheit aufgeklärt. Das musste ihn überzeugt haben, denn er passte sich beim ersten Stop dem Rest der Truppe an.

Wir radelten lautstark klingelnd durch die Stadt, es gab viele Selfies mit den Radlern und ein paar unentwegte wurden im Vondelpark, wo alles endete nicht müde, sich weiter den Menschen Dort für bizarre Gruppenfotos zur Verfügung zu stellen bis jemand von der Sicherung kam und sie ermahnte, sich doch jetzt mal wieder anzuziehen, denn die Demo sei nun vorbei ;-)

Wieder korrekt angezogen machten wir uns durch die inzwischen sonnige Stadt auf unseren Rückweg. Eine Stadt, die eigentlich nicht der Ort ist an dem man für mehr Radwege demonstrieren müsste. Da könnte ich mir Dortmund als deutlich geeigneter vorstellen.

Inzwischen war die Sonne raus gekommen und Einheimische wie Touristen bevölkerten reichtlich die Radwege auf unserer Strecke. Für viele der Urlauber ist ein Bescuh in der Stadt auch das erste mal in ihrem Leben die Gelegenheit, überhaupt einmal in ihrem Leben unter realistischen Alltagsbedingungen Rad zu fahren. Nicht nur deshalb hat die Stadt eine Kampagne gestartet die Den Menschen eine Idee davon geben möchte wie sich ein Radfahrer in der Stadt verhalten sollte:

Happy Cycling is Save Cycling - Amsterdam bemüht sich um 'Verkehrsanfänger' :-)

EIn in den NIederlanden bekannter Fernsehmaoderator hat sich in dem Film als Medium für die Botschaft hergegeben und es gibt sogar eine Website die über die Regeln für den Straßenverkehr und Dinge die man als Radfahrer in der Stadt wissen sollte, informiert.

Das Ganze passiert nicht ohne einen ernsten Hintergrund - es kommen jedes Jahr reichlich Menschen in Amsterdams Starßenverkehr ums Leben weil sie sich in der Mehrzahl absolut sorglos und ignorant gegenüber den Verkehrsgegebenheiten verhalten. Eine große Spezialität der hiesigen Radfahrer ist das Fahren ohne Licht bei völliger Dunkelheit - es lebe das Risiko! Inzwischen gibt es in der Dämmerung sogar Polizeikontrollen für Radfahrer um auf die Notwendigkeit von Beleuchtung aufmerksam zu machen.