BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

So wie wir es sehen sollen...

15.2.

Es stand eine ganze Zeit drohend im Raum, heute sollte es so weit sein: wir kauften uns eine Karte für eine Big Bus Tour - einem von mehreren parallel konkurrierenden Unternehmen die versprechen das sie einem alle tollen Sachen der Stadt zeigen würden. Ein drei-Tage-Spaß versprach weiterhin freien Eintritt in vielerlei Attraktionen der Stadt. Über Kopfhörer kann man sich während der Fahrt in zehn Sprachen mit Informationen zu den Sehenswürdigkeiten füttern lassen.
Wir haben während des Tages die drei zur Verfügung stehenden Routen so kombiniert das wir quasi nach überall hin kommen.
Was soll ich sagen - man kommt tatsächlich überall hin, und das auf ganz besondere Art:
Recht zügig und schaukelnd wie ein Kamel mit Schwerpunktproblemen kann man sich auf dem Aussichtsdeck des Doppeldeckers den Wind, respektive den Dunst von Hunderten von Autos und LKWs ums Hirn wehen lassen.
Eine wirkliche Fotogelegenheit bietet sich vom Bus aus nicht. Da alle Fahrgäste oben sitzen schaukelt die Karre ordentlich und bevor man den richtigen Blickwinkel auf eine Aussicht hat steht da plötzlich eine Brücke, ein Rudel Palmen oder ne Plakatwand dazwischen und der Traum vom Foto ist vorbei.


So erhaschten wir kurze Blicke auf irrwitzige oder auch einfach nur glänzende Architektur, reichlich Strassenrampen und anmutige Baustellen in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung.
An entscheidenden Stellen könnte man auch aussteigen und Sehenswürdigkeiten besuchen. So wurden die wesentlichen Sehenswürdigkeiten abgearbeitet und man kam nicht vom rechten Kurs ab.
Wir haben uns auf der Palmeninsel das 'Lost Chambers' Aquarium angetan. Toll anzusehen und auch für optisch Minderbegabte leicht zu entdeckender Fischbesatz. Frei nach dem Motto: 'wenn nur genug im Becken drin sind können sie sich auch nicht mehr verstecken'.
Das Design der Räume war toll und auch die Aquarien waren super anzusehen. Ich kenne zu wenige Fische persönlich um einzuschätzen ob denen auf der anderen Seite der Scheibe das Spaß macht - die auf meiner Seite fandens toll.


Auf jeden Fall kann man so ganz gut einen Tag verbringen. Wir hätten für den Heimweg von der Palmeninsel mal besser die Metro nehmen sollen. Irgendwie hatten wir uns vom sicheren Sitzplatz im Bus täuschen lassen und sind voll in den Feierabend-Stau geraten. Massenparken auf dem Highway mit der Option auf Stickoxyd-Vergiftung - tolle Sache! Dauerte auch nur eineinhalb Stunden.
Da half dann auch die Dudelnusik und die sich Teletubby-artig wiederholenden Informationen aus dem Kopfhörer nicht mehr weiter. Ich habe den Tag übrigens gelernt das Datteln ein super Mitbringsel für die Lieben Daheim sind und wegen dem Steuersatz von null Prozent alle Leute gern hier sind und arbeiten und man speziell in den Malls an denen wir abgeladen wurden unglaublich günstige Schnäppchen machen kann. Als wir den Bus endlich verlassen konnten bluteten meine Ohren.

Diesen Abend beehrten wir einen Chinesen der in einem Hotel in unserer Nähe untergebracht war. Zur Begrüssung gab's erst mal einen Valentinstag-Schocker - anscheinend läst man die Herzchen-nd-Blumen-Deko hier gern mal so lange stehen bis sie sich von selbst kompostiert.

 

Chinesisch Essen heisst hier in der Gegend geschmacklich schon ma was ganz anderes als in Deutschland - ich denke, es handelt sich um eine lokale Spielart von 'Chinesischer Geschmack für Indien ;-)'

Wir konnten auch lernen wie hier in Dubai Prostitution funktioniert: Mann trifft sich mit der zukünftig kurzfritigen Dame des 'Herzens' in einem Restaurant in einem Hotel mit ordentlich Sternen (das aktuelle hatt fünf). Beide Parteien geben sich Mühe in einem nach Arbeitsessen aussehenden Gespräch zu demonstrieren wie begehrenswert sie sind ohne das sich das Umfeld unangenehm berührt vor kommt. Der Kandidat in dieser Situation machte einen tendentiell eher ausgehungerten Eindruck während die Kandidatin ohne Frage die deutlich bessere Präsentation her gab... Währen die Beiden sich handelseinig geworden hätte er in dem Hotel ein diskretes Zimmer für die beiden gemietet. Heute Abend fing er in bemüht freundlicher Lockerhait wieder heim und sie checkte noch kurz was sich in ihrem Handy so tut bevor sie nach irgendwo hin weg flatterte...