BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

irgendwo bei Temple ->Edinburgh

Mein Gott sind die Vögel hier laut! um fünf Uhr hatten sie mich aus
dem Schlaf gebrüllt und ich machte mich daran in den Tag aufzubrechen.
Das Verpacken der Sachen treibe ich inzwischen zur Perfektion - die
Taschen werden immer kleiner und trotzdem lasse ich nichts liegen.
Allerdings landen die Sachen ständig in anderen Taschen.

Halb sieben hatte ich es mit meinem ganzen Plunder aufs Rad geschaftt.
Der bärtige Radfahrer von gestern sollte Recht behalten: es geht
wirklich nett bergab. Es war auch ger nicht mehr so weit bis nach
Edinburgh. Eine Stunde später war ich in der Stadt angekommen und
konnte mich zusammen mit den großen Tieren in der Buspur vergnügen. Es
war so früh am Morgen das ich mich nicht so recht traute, bereits bei
meinem potentiellen Gastgeber anzurufen. Also ging es erst mal in ein
Café das mit Frühstück lockte. Hier habe ich ich dann auch sortiert.

Mein Gastgeber - Kelso - wohnt gar nicht so weit von dem Café
entfernt. Also mal schön den Weg eingeprägt, dort angerufen und rüber
geradelt. Ich bin immer noch berührt von seiner Spontanen Idee, mir
eine Unterkunft für die Zeit in Edinburgh anzubieten. Ich genoss den
Luxus eines eigenen Zimmers und Zugriff auf die Infrastruktur des
Hauses einschließlich eines Schlüssels, mit dem ich kommen und gehen
kann wann ich will. Eine Heiße Dusche sollte mich erst mal wieder aus der Welt der latent
Unterkühlten zurück holen.

Statt Touristik machte ich mich erst ein mal daran einen Fahrradladen
zu finden der mir mit meinem Stoßdämpfer- und Kettenproblem helfen
konnte. Kelso empfahl mir eine Fahrrad-Kooperative die ganz in der
Nähe war. Dort konnte man messen ob meine Kette vielleicht schon zu
sehr gelängt ist. Was das an geht ist sie aber so gut wie neu. Ich
habe dort zur Sicherheit drei weitere Kettenschlösser erstanden. Bei
der Federung mussten die Leute dort leider passen weil sie eine
härtere Feder bestellen müssten und das eine Woche dauern würde. So
lange wollte ich dann doch nicht warten. EIn andere Laden, gleich um
die Ecke zeigte mir komplett die kalte Schulter. Die überall im
Geschäft herumstehenden Carbon-Rennmaschinen hätte mich gleich stutzig
machen sollen. Ich habe dann auf den touristischen Teil umgestellt und bin zu Fuss in
die Stadt gelaufen. auf meinem Weg bin ich eher zufällig an einem
großen Geschäft für Mountainbike und Downhill vorbei gekommen - Evans
Cycles. Da muss es doch auch solche Federn geben wie ich sie suche.
Leider konnte man mir dort auch nicht helfen da, wie mir ein Mann aus
der Werkstatt des Ladens erklärte, für Downhill komplett andere
Federungen verwendet werden wie für mein Liegerad. Es gäbe aber in der
Stadt einen Laden der sich auf Liegeräder spezialisiert hat. Dort
könne man mir wahrscheinlich weiter helfen er heisst 'Laid Back Bikes'
und ist in der 28 Marchmont Crescent. Witzigerweise ist das wieder
ganz in der Nähe meines aktuellen Wohnorts. Also bin ich da hin
gelaufen und fand an der angegebenen Adresse eine kleines Geschäft das
mit Liege- und Spezialrädern vollgestopft war. Hinter all den
Fahrrädern war der Ladenbetreiber gerade mit einem anderen Mann in ein
Gespräch verwickelt. Ich schaute mich ein bisschen im Laden - im
Schaufenster hing sogar ein Modell von Optima - das ließ hoffen. Als
ich dran war hatte der Händler -David - etwas Probleme zu mir herüber
zu kommen. Er stieg über die Ansammlung von Fahrrädern wie ein Storch
durch den Salat. Ich schilderte ihm mein Problem und er bemühte sich
sofort um mögliche Lösungen. Er sei sich sicher das er im Keller noch
zwei stärkere Dämpfer für mein Rad haben müsse - und wenn nicht, dann
würde er einen von einem der dort stehenden Räder ausbauen und bei
meinem Rad einbauen - ich sollte mit meinem Sorgenkind doch Morgen mal
rein schauen. Solch engagiertes Auftreten hebt bei mir doch ganz
gewaltig die Stimmung!

Dann begann dann doch, der nun sehr entspannte, touristische Teil. Ich
lief in Edinburghs Zentrum und schaute mich ziellos um. EIn Stunde bei
Starbucks liess mich etwas akklimatisieren und dank Internetzugang ein
wenig Anschluss an die Welt finden. Ich war vor ein paar Jahren schon
mal in der Stadt gewesen, jetzt aber entdeckte ich zu meinem Erstaunen
an Orten wo ich zuvor schon mal gewesen bin Dinge, die ich damals so
nicht wahrgenommen habe obwohl sie sicher da gewesen sein müssen. Der
Friedhof war mit Sicherheit auch schon lange vor meiner Zeit da...

Das Thema 'Internei' ist auch Edinburgh eher durchwachsen gelöst -
während man sich bei Starbucks nur auf einer Website einloggen muss
ohne persönliche Daten zu hinterlegen durfte ich in einem Burgerladen
in der.... Street bei dem Versuch, Zugang zum hauseigenen WLAN zu
bekommen meine kompletten persönlichen Daten einschliesslich meiner
Körpermaße, so kam es mir vor, hinterlegen. angeblich sei das alles
aus Sicherheitsgründen notwendig. Ich entschied das mich der Laden
jetzt und in Zukunft gern haben kann. Irn Bru kann man auch woanders
in Schottland trinken und der Burger hatte jetzt auch keine Weltklasse- Qualitäten - eben ein Burger und mehr nicht, sicher für alle sichtbar
frisch nach meiner Bestellung zusammen gebastelt, geschmacklich und
haptisch aber kein merklicher Unterschied zu Burger King oder Mc Doof. So verlegte ich die Pflege des Blogs in Kelsos Küche - dort kann man
gut sitzen und sich um die Welt da draußen kümmern.