BLOG Müller unterwegs

Hallo!
In diesem Blog werde ich mich mit meinen Reiseaktivitäten auf dem Fahrrad beschäftigen. Aktuell stehe ich in den Vorbereitungen für eine Fahrt nach und durch Ostdeutschland, die im Juli/August diesen Jahres stattfinden soll. - Wenn Ihr mitverfolgen wollt was ich alles im Vorfeld der Reise so unternehme und was während der Reise daraus wird, so ist dies hier die Adresse um auf dem Laufenden zu bleiben...

Hallo!
in this blog I will write about my traveling activities riding a bicycle. The project I am preparing recently is a journey to and through eastern Germany which should happen in July/August this year. Maybe you want to follow this blog, read what I am doing to prepare me for this trip and what it will be like in the end - so this is the right address to be up to date...

Macduff -> Banff -> Portsoy -> Fordyce ->Cullen ->Findochty

Es war sehr stürmisch in der Nacht - ich bin vom Rütteln des WIndes am
Zelt um fünf Uhr Morgens wach geworden und hätte eigentlich schon in
den Tag aufbrechen können. Wie heisst es so schön: 'der frohe Vogel
fängt den Wurm...' - so froh war ich nun auch wieder nicht und habe
mich noch mal eine Runde pennen gelegt. Um acht gab es einen zweiten Anlauf - dieses mal recht erfolgreich bis
ich feststellen konnte das sich nun auch die letzte existierende
Schraube des Gepäckträgers verabschiedet hat. Also musste nochmal das
Schnur-und-Knoten-Wunder ran. Bis die Bastelei überstanden war ist
noch mal gut eine Stunde ins Land gegangenen - unter den Bedingungen
würde ich auch heute nicht weit kommen. Da machte es auch nichts mehr
das ich beim Bezahlen meines Stellplatzes mit der Betreiberin des
Platzes ein bisschen ins Schwätzen kam. Sie erzählte mir das zwischen
der Küste hier und dem Nordpol nichts als Wasser liegt - wenn sich
also im Norden was zusammen braut, wird es sicher mit voller Wucht
hier ankommen. Daher auch der heftige und kalte Sturm. Im Winter
währen sie bei den ersten dabei wenn es darum geht, Schnee zu
schaufeln - na, da hatte ich ja noch mal richtig Glück gehabt mit dem
bisschen Wind. Ich bedankte mich noch für den schönen Aufenthalt und
erwähnte das ich ihre Hühner toll fände, wie sie den ganzen Platz
inspizierten - da hat mir die Frau noch sechs Eier geschenkt - toll! Dann ging es aber doch Richtung Macduff - das war auch gleich hinter
dem nächsten Hügel (hinter was auch sonst) Dort habe ich meine
Nahrungsvorräte ergänzt und mir den Hafen angeschaut. Der Leuchtturm
von Macduff ist der kleinste den ich bisher auf meiner Reise gesehen
habe - der wächst sicher noch... Ich schaue mir jetzt schon seit ein paar Tagen Häfen an und ich werde
sicher Probleme haben am Ende der Reise die Bilder den Passenden
Anlagen zuzuordnen, ich muss aber sagen, auch wenn die Dörfer hier
alle mehr oder minder gemeinsam haben da sie vom Fischfang leben, so
sind die Häfen und die darin befindlichen Boote total unterschiedlich.
Für jemanden der nur das Containerterminal es Dortmunder Hafens kennt
ist das schon ziemlich interessant. Auf dieses Thema kam das Gespräch auch in Banff als ich auf einer Bank
an der Kaimauer Pause machte. Ein Frau aus einem der angrenzenden
Häuser setzte sich it einer Tasse Tee zu mir und fing einen Plausch
an. Trotzdem das Leben so nah am Wasser auch mit ziemlichen Gefahren
verbunden ist - gerade im Winter droht das Meer, sich die Häuser zu
holen - liebt sie es hier zu wohnen - auch wenn sie es nicht ganz
versteht warum ich mir nicht die Westküste ansehe. Die sei im
Vergleich zur rauhen Ostküste geradezu traumhaft schön und da würden
alle Touristen hin fahren. Na, vielleicht ist ja genau das der Grund
warum ich die rauhe Küste vor gezogen habe... Sie legte dann verschmitzt hinterher das an der Westküste aber auch
die Midges seien - die habe man hier so gut wie gar nicht. Nur in
Inverness würde ich auf die kleinen Stechmücken treffen. SIe legte mir noch wärmstens den Besuch von Portsoy, dem ältesten
Hafen in der Gegend, und das Örtchen Fortyce ans Herz bevor sie sich
wieder ihrer Gartenarbeit zuwendete. Portsoy hat nicht nur einen sehr alten Hafen sondern auch eine sehr
tolle Eisbude - dort wird das Ein direkt vor Ort hergestellt und
ständig neue Kreationen in die Welt gesetzt. Ich setzte mich mit einem
Hörnchen mit 'Turkish Delight' und 'Salty Caramel' Eis in die Welt und
genoss den Sonnenschein, bevor ich dem Hafen einen Pflichtbesuch
abstattete. Fordyce liegt im Landesinneren auf einer Anhöhe und ist wegen seines
historischen Charakters interessant - in den letzten hundert Jahren
ist so gut wie kein neues Gebäude hinzu gekommen und der Ort datiert
bis weit in fünfzehnte Jahrhundert zurück. Es gibt dort einen wirklich
alten Friedhof/Kirchhof auf dem neben den Gräbern auch Ruinen von
Grüften und sakralen Bauten sind. Cullen sollte eigentlich auch mein Übernachtungsort werden - dann
sagten mit zwei Passanten das auf diesem Campingplatz nur stationäre
Camper seien - ich solle es einen Ort weiter, in Portknockie versuchen. Der Weg dort hin führte über eine alte Bahnstrecke mit Viadukten die
der Küstenlinie folgte. Nun, auch Portknockie hat einen Campingplatz
ausschließlich für Dauercamper - also musste ich wohl noch ein
bisschen weiter. Vorher musste ich mir aber noch in dem Ort die tolle
Bucht mit Steilfelsen ansehen, die die dortige Jungend zum Tauchen und
Kustsspringen und ich für Fotos nutze. Über einen Trampelpfad ging es der Küste entlang nach Findochty - und
dort gab es dann auch einen Campingplatz auch den auch Zelte dürfen -
der befindet sich ganz unten am Meer - ich freue mich schon aufs
Hochschieben Morgen früh... Der Platz ist für mich einer der teuersten bisher - mit 12 Pfund ein
fürstlicher Preis für direkt am Meer - der Betreiber ird mir morgen
ganz sicher nicht seine Eier schenken... Die Waschräume haben dann
alles wieder ausgeglichen - ein geschmacklicher Höhepunkt mit bunt
gemustertem Teppichboden - traumhaft! Hier fängt auch ein Küstenpfad an der an dramatischen Ansichten vorbei
führt - ich habe mir einen Teil davon nach dem Abendbrot angetan -
keine Ahnung was ich mit all den Bildern machen werde - aber es ist eben toll hier...